Guten Morgen, Yoel Gamzou!
Shownotes
Klare Worte und große Ambitionen: Yoel Gamzou tritt sein Amt als Generalmusikdirektor der Polnischen Nationaloper an. Gemeinsam mit Intendant Boris Kudlička will er das Haus grundlegend erneuern – mit mehr Gegenwartsbezug und künstlerischem Risiko.
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00:00:02: Guten Morgen!
00:00:04: Die großen Themen der Klassik für den
00:00:06: Weg zur Arbeit
00:00:07: mit Axel Brüggemann.
00:00:09: Einen wunderschönen guten Morgen, heute ist Freitag der neunzehnte Juni und ich habe heute einen Gast zum Frühstück hier bei mir.
00:00:16: Mit dem hab' ich mich beim letzten Podcast... Unheimlich betrunken, wir dürft es niemals nachholen.
00:00:22: Einen wunderschönen guten Morgen Joel Gamsuch!
00:00:24: Guten Morgen.
00:00:25: Wird's wie schön wieder hier zu sein?
00:00:26: Ohne Alkohol heute, zwei Frühstunde...
00:00:29: Fehlt dir
00:00:29: was?!
00:00:30: Mit dir nie!
00:00:32: Wir berauschen uns aneinander.
00:00:34: das machen wir auch schon seit Jahren muss man sagen.
00:00:37: Du hast einen neuen Job, darüber reden wir.
00:00:39: GND in Warschau?
00:00:42: Yes!
00:00:42: Aber ich würde gerne mit dir noch ein paar andere Themen vorher auch besprechen.
00:00:45: Wir haben eben schon im Vorgespräch ... Ich war auf einem Gesangwettbewerb der Martin Rieger aber es gibt ja Gesang-Bewerbe überall und ich bin wiedergekommen und habe gedacht verdammte Hacke da sind Diese jungen Sängerinnen und Sänger, die sich mit Payetten auf die Bühne rollen.
00:01:02: Und irgendwie ein Opernbild von Anno Dutzemal vom Kabaier und Co.
00:01:09: abgeben.
00:01:11: Ich frag mich – das ist jetzt die Zukunft der Oper?
00:01:15: Erlebst du sowas Ähnliches auch, dass gerade junge Menschen ein unglaublich traditionelles Bild von Oper haben?
00:01:23: Ja absolut!
00:01:25: als traditionell bezeichnen, sondern die tun mir eigentlich sehr leid.
00:01:28: Weil die jungen Leute können nichts für.
00:01:30: Das ist das System was ihnen die Vorstellung vermittelt dass das die Erwartung ist.
00:01:36: und ich meine wenn du ufundzwanzig bist und du bist Sänger du willst es zu dich das geben was gebraucht wird oder was gewollt wird um vorzukommen um eigentlich dich auf der Bühne verwirklichen zu können und was erzählen zu dürfen.
00:01:49: Und es ist eigentlich unsere Schuld als Branche, dass wir den Leuten vermitteln.
00:01:54: Dass das die Parametersinn nach denen sie bewertet werden?
00:01:58: Das ist tatsächlich das Interessante.
00:02:00: Genau das ja auch gesucht wurde offensichtlich.
00:02:03: Da sitzen Intendanten in der Jury und dann sieht man sozusagen wer da auch gewählt wird und man denkt okay, den hätte ich jetzt vielleicht nicht an Platz eins genommen.
00:02:13: Genau das scheint ja auch so eine Frage zu sein.
00:02:15: Also ich frage mich zum Beispiel warum sitzen da keine Dirigenten und Dirigentinnen in solchen Gesangwettbewerben?
00:02:19: Naja, selbst die Leute, die da sitzen haben eigentlich sehr widersprüchliche Erwartungen weil einerseits die gleiche Leute stehen dann in irgendwelcher Pressekonferenz und sagen Publikum ist wichtig, Opa für junge Leute moderne Inszenierungen.
00:02:32: wir wollen in die Zukunft neue Werke schaffen und gleichzeitig merkt man dass sie selber ganz viele Dinge gar nicht hinterfragen, die für diese selbstverständlich sind.
00:02:42: Letztendlich, ob es Dirigenten oder Castingmenschen oder Regisseure oder Intendanten finde ich ziemlich egal.
00:02:48: Es hängt immer mit der... einzelnen Personen zusammen, was sucht ein Juror sozusagen oder was suchen wir als Publikum?
00:02:55: Weil im Prinzip sind diese Leute Vertreter des Publikums letztendlich.
00:03:00: Was kuratieren wir?
00:03:01: Worum geht es uns?
00:03:02: Was suchen wir und welche Art?
00:03:04: wenn man das zynisch beschreiben will Produkt, wenn man es wenige Zynisch welcher art Auftrag empfinden wir?
00:03:11: und dermentsprechend weil ich glaube letztendling dadurch was wir auswählen langsam kreieren wir auch eine Bewegung.
00:03:20: Und wenn wir weiterhin diese Vorstellung bestätigen, indem die Leute auswählen, ich würde es gar nicht traditionell sagen, aber letztendlich hat das mit falschen Prioritäten.
00:03:30: Im Endeffekt das einzige was wichtig ist, wenn du auf der Bühne stehst.
00:03:34: Aber jetzt sprichst es schon fast als GND ja?
00:03:37: Das Lustige ist wir kennen uns hier wirklich lange also bevor du glaube ich noch in Bremen angetreten bist als G&D auch.
00:03:43: und wenn man deine Karriere sozusagen zurückblickt ist ja das genau das Gegenteil und doch nicht!
00:03:49: Du hast auch bei Gesangwettbewerben teilgenommen und sogar gewonnen.
00:03:53: gleichzeitig bist du aber zu Jojeni gefahren und hast da im Garten ungefähr gezeltet um endlich irgendwie Unterricht bei dem zu kriegen.
00:04:02: Also du hattest so Rock'n Roll und Opera irgendwie in deinem Karriere?
00:04:06: Ja,
00:04:07: ich hab sehr viel gelitten dadurch und ich habe auch sehr viele Krisen und Brüche gehabt.
00:04:15: Und ein Weg der vielen Leute nicht... gemacht hätten.
00:04:18: Ich weiß auch gar nicht, ob ich das gemacht habe weil ich es überhaupt nicht so heldenhaft, dass ich gedacht habe jetzt bin jetzt Kämpfer für die Kunst und der Integrität sondern ich kund einfach nicht anders.
00:04:26: Ich bin wer ich bin!
00:04:28: Ich kann Musik nur aus einer heutigen persönlichen Überzeugung machen.
00:04:32: Ich kann nicht pflegen von Tradition um nur, sag ich mal Referenzen was auch immer das bedeutet herzustellen.
00:04:42: Das kann nicht gar nicht und deshalb hatte ich einfach wirklich oft wo sehr viel Widerstand kam weil ich hatte wahnsinnig viele Widerstände und mir wurde auch oft unterstellt Dinge zu machen anders zu sein oder unkonventionelle Wege gehen nur um unkonventionell zu sein was absolut nicht stimmt.
00:04:58: Ich konnte aber aus meiner eigenen Überzeugung heraus schöpfen
00:05:04: Diese Werbung unterstützt die Arbeit von Backstage Classical.
00:05:08: Wir sprechen in der Branche ja aktuell viel über Relevanz, besonders im Bezug auf unser Publikum.
00:05:13: bestehende Besucherinnen und Besucher sollen enger gebunden werden neue Zielgruppen erschlossen werden und man will für einen größeren Personenkreis wirklich interessant sein.
00:05:24: Wenn das Themen sind, die auch euch eure Orchester und Theater eurer Vorstellung betreffen dann schaut Euch doch mal Future Demand an.
00:05:33: Eine Software ist das für Orchester, Theaterbetriebe und Festspiele und Ihr Herzstück sind die sogenannten Taste Cluster.
00:05:41: Das ist eine Technologie, die nicht fragt wer ein Ticket kauft sondern warum Tickets gekauft werden.
00:05:47: Future Demand basiert auf über hundert Millionen Ticketkäufen und mehr als tausend Merkmalen.
00:05:55: Also welcher Aspekt einer Produktion ist für wen relevant?
00:05:58: Und was sorgt dafür, dass die passende Botschaft die richtigen Personen erreicht?
00:06:04: Die Software von FutureDemand definiert Zielgruppen und Ansprache für E-Mail und Abo-Kampagnen, erstellt vollautomatisch Social Media Kampagien und liefert persönliche Veranstaltungsempfehlungen für jeden der eine Website besucht.
00:06:20: All das sind ja Aufgaben, für die eure Teams sonst vielleicht tagelang Daten wälzen müssten und selbst dann noch welche übersehen würden.
00:06:28: FutureDemand verspricht weniger Bauchgefühl, weniger Handarbeit und vor allen Dingen – und das ist das Wichtigste mehr Zeit für das was wirklich zählt!
00:06:36: Euer Programm und euer Publikum.
00:06:38: Die Staatsoper unter den Linden setzt bereits darauf, das Lucerne Festival die Tonhalle in Düsseldorf oder das Theater an Freiburg und hundert weitere Veranstalter von der kleinen Regionalbühne bis zum großen internationalen Haus.
00:06:52: Also guckt doch mal vorbei und finde heraus wie Future Demand auch dir helfen kann!
00:06:57: Besuch einfach future-demand.com/.future-demond.com.
00:07:09: Das hab ich ja wirklich auch beobachtet.
00:07:11: Da steht dieses System-Oper ganz oft, also mit all seinen Teilen, mit all seine geregelten und traditionell übermittelten Formen... Achtung jetzt kommt ein Wort.
00:07:24: was du liebst, Dramaturken bist du Intendanten und ich weiß nicht was ist da alles wie gewesen?
00:07:30: Und Orchester,
00:07:31: natürliche Struktur von Orkestern die erwarten etwas Und du bist wirklich immer wieder gegen diese Wände gerannt.
00:07:37: Mal hast Du versucht, sie umzugehen und dann hast Du Dich selbst nicht glücklich gemacht.
00:07:43: Wie gehst Du heute mit diesem System um?
00:07:45: Von dem Du so oft einen auf die Fresse gekriegt hast, den Du DICH aber auch angepasst hast und dich selbst verloren hast... Also wie machst Du das
00:07:54: heute?
00:07:55: und Kunst im Allgemeinen ist immer Teamwork, deshalb ich glaube Anpassen ist kein böses Wort.
00:07:59: Im Sinne von Ich würde sagen nicht anpassen sondern mit Menschen zusammenarbeiten oder Mitmenschen weil wir sind eigentlich am Ende...ich bin nur gut wenn die andere gut sind.
00:08:07: Deshalb ist für mich die Flexibilität gar keinen Schimpfwort Nur verbeugen oder mich verbiegen.
00:08:16: Das mache ich nicht mehr.
00:08:18: und weil ich glaube davon hat niemand was, da bin ja auch nicht mehr gut.
00:08:21: und dann davon hat das Publikum nichts.
00:08:23: aber ich sage mal so der Unterschied zwischen mir mit fünfundzwanzig und heute ist es sich damals wahnsinnig wütend war darauf warum die Welt Zulässt und aushält.
00:08:36: Und nicht interessiert es an Vielfalt, wie sie so immer so tut... ...und heute habe ich viel mehr Empathie dafür dass ich verstehe warum die Musiker so sind weil wenn man... ...von zwanzig Jahre lang jeden Tag sechs Stunden übt um überhaupt eine Stelle zu bekommen muss man so sehr so viele... aufopfern und so selbstlos auf einer bestimmten Ebene sein, dass man es nur machen kann.
00:08:57: Wenn man das Gefühl hat, man ist eigentlich ein klein Teil von der Tradition die Größe ist als man selber.
00:09:03: Und wenn ich heute Widerstand habe von einem Orchester oder von einzelnen Menschen gehe ich damit glaube ich viel verständnisvolle um und nehme das nicht so persönlich weil ich verstehe, wenn man dreißig Jahre lang hört nur so ist es richtig.
00:09:18: Und wenn jemand kommt, der sogar eventuell jünger ist als man selber.
00:09:21: Dass man das erst mal ablehnt, ist menschlich und für diese Menschlichkeit habe ich Empathie.
00:09:26: Und das meine ich ohne jetzt Überheblichkeit oder Eroganz.
00:09:28: Ich verstehe einfach, dass es meine Aufgabe ist sie zu überzeugen mit mir auf eine Reise mitzugehen statt sie zu zwingen dazu.
00:09:35: Das ist ein großer Unterschied.
00:09:36: aber was ich trotzdem finde ist, dass unsere Aufgabe ob das Dirigenten Regisseur einzelne Instrumentalisten-Sänger Immer die Geschichte des Stücke aber aus unserer Sicht zu erzählen, weil nichts anderes berührt das Publikum.
00:09:50: Aber ist es vielleicht auch so dass man sich damit abfinden muss für sich selbst erstmal?
00:09:55: Dass man dieses Ziel Teil des Systems zu sein Vielleicht gar nicht mehr als Ziel Für Sich selber ausgibt.
00:10:02: also das ist was ich gemerkt habe.
00:10:05: Also als junger Student da hab ich gesagt Ich will mal ... Welt am Sonntag schreiben oder für die FATS schreiben.
00:10:11: Oder ich will mal ein Mal einen Film fürs ZDF machen, ja?
00:10:14: Dann war ich bei der Welt am sonntag in der Redaktion und habe für die Fatz geschrieben... ...und hab' ich für das ZDf im Film gemacht.
00:10:20: Und hab gemerkt es war für mich ganz oft auch entsaubernd und ganz oft bin ich eben auch... ...in diesem System an die Grenzen meines kreativen Wollens gestoßen.
00:10:30: Also da wollte ich was und hab gemerkt ne hier komme ich nicht weiter weil die Grenze dieses Systems dass ich eigentlich als Ziel ausgegeben habe, schränken mich in meiner individuellen Entfaltung total ein.
00:10:43: Dann gab es so diese Phase und ich glaube da bist du jetzt grad drin das man genliert hat und gesagt hat Ich bin zwar in diesem System, ich akzeptiere das auch im Spiel mit diesem System oder nicht?
00:10:53: erst mal hat man gegen das System gespielt dann hat man gesagt muss man gar nichts sondern man kann mit dem System spielen aber man nimmt sich die Freiheiten selbst was zu machen.
00:11:02: Du hast ein eigenes Orchester, ich habe eine eigene
00:11:05: Seite.".
00:11:05: Man schafft sich eigene Systeme in denen man hofft andere neue Regeln zu schaffen und dann passiert etwas ganz Interessantes weil dann wird man unabhängig.
00:11:15: also so ging es mir jedenfalls.
00:11:17: Okay, wenn ich jetzt die Oper in Warschau fragt dann aber bitte hauptsächlich auch zu meinen Bedingungen.
00:11:23: Ist das etwas wo du dich identifizieren
00:11:25: kannst?
00:11:25: Ich würde gar nicht so sehr von Bedingung entsprechen sondern ich würde eher von Konstellationen.
00:11:31: Ich glaube das System ist eher ein bisschen so ein abstraktes Wort weil es sind letztendlich Menschen und ich meine mein Glück und also sag' ich mal einen Fluch zugleich war dass sich sehr sehr früh gehypt war und sage ich mal von der sozusagen Spitze dieses Musikbetriebs, was kosten durfte um zu merken dass Prestige einen nicht glücklich macht.
00:11:56: Und auch diesen Stempel gleich gekriegt ist.
00:11:57: also da kommt das auch von Teribl.
00:11:59: Da
00:11:59: kommt der
00:12:00: eigener Mahler deuter, dann kommt er revolutionär, da kommt der unangepasste...
00:12:06: Ich habe diesen Preis beim Malerwertbewerb bekommen und war plötzlich das große Versprechen.
00:12:14: Und genau so, ob ich zehn Jahre später oder sogar mehr bin, bin ich eingesprungen in der Wiener Staatsgruppe mit der Totenstaat und würde am nächsten Tag gehandelt als die nächste London Burnstone und dachte mir, oh Gott!
00:12:22: Das ist das Schlimmste was mir hier hätte passieren können weil von dem... Podest kann man nur stürzen.
00:12:29: Und zwar ziemlich schnell und ziemlich doll.
00:12:30: Da
00:12:31: kam dann ja auch die nächste Tosca an der Staatsgruppe?
00:12:32: Ja, absolut!
00:12:33: Und Fledermaus und alle möglichen Katastrophen.
00:12:36: Und ich sage mal so das Problem... Erstmal ein großer Problem.
00:12:39: was wir haben im Allgemeinen in der Branche ist.
00:12:40: Wir reden nicht gerne über Scheitern.
00:12:44: Also man schaut nur auf die Instagram-Seiten von anderen und hat das Gefühl, dass Leben und Karrieren bestehen nur aus Highlights.
00:12:51: Und jeder denkt oh Gott warum ist es bei mir jetzt nicht so?
00:12:55: aber eigentlich haben wir gar keinen scheitern.
00:12:57: Brechkultur, dass wir wissen also jede von uns.
00:13:01: Von den Studenten bis zu den Stars jeder scheitert.
00:13:02: Jeder hat Krisen und die Menschen sind so eitel, so ängstlich.
00:13:06: aber auch um darüber zu sprechen und das System lässt es auch nicht zu du musst immer irgendwie jemand nur erzählen von deinen Erfolgen.
00:13:13: Wir haben aber alle auch Misserfolgen.
00:13:14: Aber was worauf ich hinaus wollte ist dadurch, dass sich gemerkt habe der Ort wo ich tätig bin macht mich nicht glücklich sondern die Konstellation mit anderen Menschen einen Weg gehen darf, wo man sich verletzbar machen kann.
00:13:29: Wo man wirklich ehrlich und offen und sich die Seele und das Herz öffnen kann und gemeinsam musizieren kann.
00:13:37: Das sind die Konstellationen, die letztendlich erst mal fürs Publikum Sinn machen aber auch für mich zur Entwicklung zu führen.
00:13:46: Und es war ein Glück dass ich früh wusste, das Prestige ist nicht mein Ziel sondern die sinnvolle Konstellations.
00:13:55: Entdeckung und dieses Wissen entsteht tatsächlich, glaube ich ja auch.
00:13:58: Was du sagst, auch im Scheitern tatsächlich?
00:14:01: Und auch in der Konfrontation mit dem Scheittern ist das ganz interessant.
00:14:03: Ich habe ja dieses Buch geschrieben mit Franz Welser Möst als junger Dirigent in London war und die Höllenjahre erlebt hat.
00:14:10: Da gab es dieses Word of Friends worse than most oder so was Ähnliches.
00:14:16: Eigentlich war er bereit zu sagen, ich schmeiß den ganzen Kram hin, ist da irgendwo am Strand spazieren gegangen.
00:14:23: Aber das waren eigentlich die Momente, wenn er ehrlich zu sich ist.
00:14:27: Wo er am meisten gelernt hat also auch sie Grundlage für eine Karriere gelegt wurde.
00:14:31: was hast du in dem?
00:14:33: Was man scheitern nennt ist ja gar nicht unbedingt scheitert sondern gegeneinander von Auffassungen vielleicht gelernt.
00:14:39: was welche Konkreten Konsequenzen hast du aus diesen Momenten gezogen.
00:14:43: Also ich habe
00:14:44: viele Konse quenzen und ich hab wirklich tatsächlich am meisten aus Krisen gelernt, das stimmt.
00:14:48: Ich habe aber auch gesagt Dinge gelernt die vielleicht sogar widersprüchlich klingen.
00:14:51: also ich habe erst mal gelernt dass ich mich unbedingt treu bleiben muss, weil wenn ich mir nicht treu bin, dann bin ich ja schlecht.
00:14:58: Aber gleichzeitig habe ich gelernt dass Kompromiss kein Schimpfwort ist und dass ich mir treubleiben kann und trotzdem auf andere Menschen eingehen kann.
00:15:05: aber letztendlich in musizieren ist Empathie das einzige was oder im Kunst oder im Leben aber auf jeden Fall wenn man mit anderen musiziert wenn man will es die menschen sich öffnen ist Empathie der absolute Basis.
00:15:18: Deshalb habe ich erst den Krisen gelernt an mir selbst zu arbeiten, mehr Menschen zu sehen und mitzunehmen.
00:15:24: Gleichzeitig habe ich aber auch gelernt dass eine Konstellation wo ich von vornherein weiß das ich mich selbst verbiegen muss damit sie funktioniert nicht sinnvoll ist weil ich am Ende nicht gut sein werde.
00:15:34: Das glaube ich, was ich auch eben meinet.
00:15:35: Man muss auch Sachen gehen lassen können, wo man früher geträumt hat das wäre das große Ziel.
00:15:39: und wenn man erkennt ne eigentlich sind das Strukturen die mich einengen es ist gar nicht das große ziel dass ja auch eine eigene Erkenntnis.
00:15:45: Ich hatte nie Ziele mit Pristisch zu tun hatten.
00:15:48: Hast
00:15:49: du nie als Kind gedacht oh ich will mal unbedingt weil sie jetzt Neujahrskonzert der Wiener viel Amonika dirieren?
00:15:54: Du bist Beispiel jetzt aber
00:15:54: so.
00:15:55: Nein ich habe eigentlich meinen großen Traum vielleicht im nächsten Erfüllung darüber, da darf ich aber nicht reden war in der BBC Proms mal zu dirigieren.
00:16:03: Weil dort habe ich sehr viele Konzerte als junge Mensch erlebt und das war einfach für mich wie so eine Art nach Hause kommen weil es dort hab' ich Musik gelernt und ganz viele Stücke zum ersten Mal gehört Und Ich hatte immer Träume von Stücken.
00:16:16: Ich habe immer geträumt, ich will unbedingt die siebte Male machen.
00:16:20: Weil dafür bin ich Musiker geworden und ich will unbedingt von einem bestimmten Komponisten nicht entdecken, die Stücke lernen und aufhören dürfen.
00:16:29: Ich hatte immer Träume, Stücke aufzuführen und natürlich ist dirigent, ist man darauf angewiesen, dass jemand dich fragt das zu tun aber so mit irgendwelchen berühmten Konzertseelen oder berühmtem Kompromiss... Ich weiß, mit Orchestern ist das so.
00:16:49: Natürlich habe ich riesen Respekt vor diesen großen Orkestern.
00:16:51: Die sind wahnsinnig gut!
00:16:53: Manche mehr als andere haben eine eigene Identität und ein eigenes Klang, eine eigene Geschichte, die ich wahnsinniger respektiere.
00:16:59: Am Endeffekt zwischen Dirigenten und Orchester geht es nur um Chemie.
00:17:02: Wenn die Chemie stimmt, dann ist es ganz toll.
00:17:05: Und dann dirige ich lieber einen Orchester was vielleicht vom Prestige... gesehen wird als weniger berühmt, wo man aber das Gefühl, man will sich gegenseitig.
00:17:14: Dann ist das Ergebnis besser als mit einem Orchester was on paper berühmter ist Aber wo es dich ja mir nicht passt und dann hat niemand was davon.
00:17:22: Kommen wir jetzt mal zu neuen Konstellationen.
00:17:24: also Du warst wie gesagt gmd in Bremen hast dann gesagt ich bin jetzt aber wieder frei Und du hast dich weiter entfalten viel komponiert.
00:17:31: auch selber Ist eigentlich mal fast ganz ausgestiegen aus diesem ganzen dirigierkram um.
00:17:37: wahrscheinlich auch
00:17:37: Ich bin ja gar nicht ausgestiegen, nie.
00:17:39: Aber einfach freischaffen gearbeitet.
00:17:41: Genau und jetzt kommt plötzlich wieder so eine Stelle GND Warschau wo man denkt why the fuck tust du dir das an?
00:17:49: Das habe ich mich auch am Anfang gefragt.
00:17:51: es kam völlig plötzlich hier in Wien in der Staatsgruppe die Salon mit dirigiert und hat eine wunderschöne Begegnung mit Thomas Konjetschny, der Bas Bariton, der dort Johann angesungen hat.
00:18:03: Und ein paar Wochen nach der Aufführung hatte mich angerufen aus dem Nix und hat mich gefragt ob ich einspringen will in seinem Festival in Sopot Baltic Opera Festival ohne Salome zu dirigieren weil sein Dirigent ausgefallen ist.
00:18:14: und das habe ich gemacht und es war ein wahnsinnig schönes Projekt mit ihm.
00:18:18: Plötzlich kam auf mich einen sehr sympathischen Herrn zu, der in der Produktion der Bühnenbildende war und hat mir gesagt ich bin der designierte Intendant der Waschaope, denn das ist ein polnischer Nationaloper.
00:18:29: Und schätze deine Arbeit und würde gerne mit dir reden weil wir suchen einen neuen Gmd für die Waschaoppe ob du dich dafür bewerben willst.
00:18:37: Und ich habe mich wahnsinnig bedankt.
00:18:38: und ich habe gesagt, auf gar keinen Fall.
00:18:40: Weil es ist nicht... Ich bin für mich sehr gelernt.
00:18:42: Gute Ausgangsposition um den Job nachher zu kriegen?
00:18:45: Weiß ich nicht!
00:18:45: Es war gar nicht gerechnet.
00:18:46: Das war einfach nur so überhaupt nicht das was ich wollte.
00:18:48: Ich war total glücklich mit meinem Mission von Komponieren und dirigieren und war happy mit meiner Freiheit.
00:18:54: und es war... Ich wusste doch gar, ich kannte Polen wenig.
00:18:57: Ich kannte ihnen kaum.
00:18:59: Es war überhaupt nicht dass, was ich vorhatte Erst durch die Begegnung mit ihm und durch die Gespräche, dann durch die begegnet mit dem Haus.
00:19:08: Und letztendlich durch den Begegen mit dem Orchester, was natürlich mein Hauptpartner ist – also der Intendant oder das Orchester sind die zwei wichtigsten Partner für den GmbD – habe ich gesehen dass das wofür ich stehe wirklich gewollt ist!
00:19:20: Ich hab gemerkt es ist keine Stelle... Ich hatte nach Bremen mehrere Angebote, wo ich das Gefühl hatte, okay, sie suchen einen Gmd und es könnte ich sein oder jemand anderen.
00:19:29: Ich hatte das Gefühl in Warschnie wollen genau die Dinge für dich stehen.
00:19:32: Und das ist ein großes Geschenk!
00:19:35: Jetzt musst du uns mal kurz mitnehmen, weil Warschau liegt für uns ja nicht sozusagen im Epizentrum des Obanggeschehens.
00:19:43: Es war ein Haus was relativ traditionell seine Arbeit gemacht hat und das jetzt aber wie du gesagt hast einen neuen Intendanten bekommen hat, Anders tätig war, glaube ich.
00:19:57: Also
00:19:57: er war Bündbildender und Architekt und hat eine Boris Kudlitschka ein sehr erfolgreiche Bündel, der hatte die ganze Welt mit großen Regisseuren gearbeitet – sehr erfolgreich!
00:20:06: Und ist irgendwann Richtung Architek-Tour gewandert und sehr, sehr erfolgreich war als Architektor.
00:20:12: Und er war sich auch erstmal nicht sicher, dass er das will.
00:20:15: aber das Tolle mit ihm ist, dass es immer oft zwischen Dirigenten und Intendanten geht.
00:20:20: viel um Macht und es geht sehr viel um Zuständigkeiten geht es nie um Ego und Macht, sondern nur um die Sache.
00:20:27: Und er hat diese Stelle selbst angenommen, nur weil er wirklich möchte das Warschau des spannendste Opernhauses Europas
00:20:33: wird.".
00:20:41: Nötig habe ich es nicht, aber...
00:20:43: Genau.
00:20:43: Er wollte das ganz lange nicht und hat dann gedacht, ich mache's nur wenn ich wirklich was Besonderes da machen darf!
00:20:47: Und dafür würde er auch berufen.
00:20:50: Das ist sensationell, was er jetzt in einer Spielzeit schon geschafft hat.
00:20:53: Er hat natürlich erst mal eine Spielzeit übernommen die schon geplant war.
00:20:56: Aber die nächste Spielzeit, die Hälfte der Spielzeit war ausverkauft nach vier Tagen.
00:21:01: Die spannendste Regisseur ist der ganze Welt geholt.
00:21:04: Wir haben einen neuen Castingmensch, eine ganz tolle Sänger jetzt engagiert.
00:21:08: Das wird wirklich ein spannender Ort.
00:21:10: und vor allem das Tollste ist man merkt dass die Stadt es will!
00:21:15: Ein Publikum, was durstig ich ist nicht nur nach Qualität und nach Exzellenz sondern auch nach Erneuerung.
00:21:23: Nach dem Unbekannten und das ist das, was mich sehr
00:21:25: reizt.".
00:21:26: Was bedeutet das konkret?
00:21:27: Also worüber habt ihr euch ausgetauscht wenn ihr beiden da sitzt und sagt okay wir wollen jetzt diese Oper restarten oder resetten?
00:21:34: Was sind die Komponenten wo ihr gesagt habt Das brauchen wir, das ist für uns die DNA der zukünftigen Oper in Wahrschau.
00:21:41: Für mich ganz entscheidend ist neue Musik, neue Stücke und neue Stoffe.
00:21:47: Ich weiß es ist vielleicht eine etwas radikale Meinung aber ich bin der Meinung dass neunzig Prozent der neuem Musik der letzten hundert Jahren hat das Publikum komplett verscheucht weil das ist Musik die kein Mensch hören will, die niemand berührt mit großen, tollen Ausnahmen.
00:22:01: aber im Großen und Ganzen Das Musiktheater ist in Richtung Musical Gewandert, weil dort Stoffe statt in der Ästhetik die viele Menschen anspricht.
00:22:14: Weil die Barbara Klassiker auch in einer Popmusikstadt gefunden hat?
00:22:15: Genau
00:22:16: ganz genau!
00:22:16: Also
00:22:16: John Lennon ist der Klassik-Empste zu Wolfgang Riemann.
00:22:20: Absolut
00:22:20: und für mich ist John Lennen auch mit Abstand der größte Künstler der Sechzig und Siebziger Jahre und kennt keinen Komponisten.
00:22:26: vielleicht Paul McCartney aber... Ich
00:22:27: hab's dir salomemäßig auf einem Silbertablet serviert das du
00:22:32: da unterbringen kannst.
00:22:33: Ich sage mal, für uns war ganz klar damit operrelevant
00:22:37: bleibt.
00:22:38: Ich meine keine Kunstform kann relevant bleiben wenn sie nur alte Stoffe wieder aufspült und wieder rekreiert.
00:22:44: Und das war unsere sofortene Einigung dass das ein riesen Riesen Baustein sein wird, dass wir neue Opern machen, dass we moderne Musik machen.
00:22:52: aber ich sage immer Musik die Menschen erreicht und Menschen berührt nicht Avangarde Musik die nur den Kopf herausfordert.
00:23:00: Und das ist die Sinnlichkeit, das ist mir wahnsinnig wichtig.
00:23:02: und die Stoffe, die Menschen wirklich in unsere Zeit tangieren und gleichzeitig, sage ich mal, die Referenzstücke auf höchstem Niveau mit spannenden jungen Talenten, neue Talente gemischt mit bekannten Leuten.
00:23:19: aber dass wir auch wascher als Ort... Das Menschen vielleicht sich gewöhnen, dass wascher ein Ort ist wenn man etwas Risiko erleben will, wenn man Menschen die man noch nicht kennt kurz bevor sie Weltkarriere machen erleben Will geht mal nach Warschau.
00:23:33: Risiko
00:23:34: ist ja eh auch so ein Thema also Risikoreten alle von aber es einzugehen ist ja auch etwas anderes.
00:23:40: Wie schlägt sich das bei euch im Spielplan konkret ab?
00:23:42: Also erzähl uns doch mal was steht denn jetzt an für dich
00:23:45: in unserer nächste Spielzeit?
00:23:46: wir haben natürlich Bekanntere Stücke, also ich dirigiere zum Beispiel in die neue Produktion Salome.
00:23:52: Dann machen wir Katja Kabanova von Janacek.
00:23:54: Aber wir haben auch eine neue Oper Die heißt Males of Resson Von einem ukrainischen Komponisten Mit der wir das Spielzeit starten.
00:24:01: Spannend ist.
00:24:02: Wir haben jetzt eine symphonische Reihe gegründet, die es noch nie an der Oper gab ganz viele Stücke.
00:24:07: Also ich fange an zwar mit der zweiten Male, weil Maler ist mein... Auf Verstehung?
00:24:12: Ja es ist auch symbolisch aber maler ist natürlich mein musikalisches Zuhause.
00:24:17: Aber wir haben so viele Komponisten U-Aufführungen Unbekannte Komponenten die absolut ein Risiko sind Weil die Menschen Natürlich erstmal uns vertrauen müssen dass das was wir im Programm tun spannend ist.
00:24:31: Ich glaube wenn irgendein Mensch behauptet, er hat irgendeine Tricklösung.
00:24:36: Was ist dein Schlüssel zur Erneuerung?
00:24:39: Dann ist es für mich ein Scharlattern weil es immer eine Mischung von vielen Faktoren sind spannende Mitwirkenden die wir auf die wir riskieren Sänger die zum ersten Mal spannende Rollen singen neue Werke neue Komponisten ich glaube die Mischungen von Dingen die schon wie soll man sagen geprobt sind oder erprobt sind.
00:24:58: und wir mischen Dinge, wo der Ausgang vollkommen offen ist.
00:25:02: Und das ist unsere Wege.
00:25:04: Ich glaube dafür stehst du ja auch.
00:25:05: Dieses Risiko nochmal bedeutet immer die Möglichkeit scheitern zu können... Absolut!
00:25:09: ...und Scheitern anzugucken kann ja auch was Spannendes sein.
00:25:12: Also die Lehre, was wir eben schon gesagt haben, der eigenen Biografie im Scheitermann kann ja in kollektiven Publikumen.
00:25:20: Wenn man nach dem Scheitern einen Weg nach vorne sieht oder woanders hin sieht, dann ist man Teil einer Entwicklung.
00:25:25: Und das ist viel spannender als Teil des immergleichen zu werden
00:25:28: und vor allem auch in der Art der Aufführung.
00:25:30: Du kennst ja wie ich dir regiere bei mir so immer.
00:25:34: die Leute sagen Ja aber da gab es drei Schmissen und sage mein Gott also Menschen zahlen kein Geld um in eine Aufförung zu gehen.
00:25:39: nur damit sie perfekt zusammen ist können Sie sich Zuhause die Platte anhören.
00:25:42: Es geht nur darum dass wir im Moment riskieren.
00:25:45: Das ist der einzige Berechtigung für eine live aufführungen die so viel Geld kostet und so viele große Talente mit viel Erfahrung beansprucht, ist dass wir in dem Moment etwas probieren.
00:25:56: Und ich betone probieren was nur einmal stattfinden kann.
00:26:01: Natürlich ist ein Teil davon das Risiko.
00:26:03: man macht sich verletzbar, man riskiert mit der Möglichkeit, dass es gut ausgeht oder schlecht ausgeht und diese Zustand des Risikos auch im Erfolg ist.
00:26:12: der einzige der wirklich wahrhaftig ist Und ich glaube, wichtiger als alle Konzepte für die Spielzeit ist es, dass die Aufführungen selbst von Risiko und von Wahrheit geprägt sind.
00:26:23: Du musst gleich los!
00:26:24: Ich habe zwei kurze Fragen.
00:26:26: in Deutschland diskutieren wir ja momentan ganz offen so diese ... Ja oft Drei-Walität anstatt der Art zwischen Intendanz und GMD.
00:26:35: also das gab's auch bei Backstage immer wieder die Diskussion.
00:26:39: Die Regenten sagen, ihr nehmt uns mit unserer musikalischen Wichtigkeit nicht ernst genug und die Intendanten sagen ja aber ihr kümmert euch eben auch nicht ums Haus weil ihr seid dauernd draußen und dirigiert in der Weltgeschichte rum.
00:26:50: Ist das was du im Wahrschau siehst jetzt etwas wo du sagen würdest dass ist eine Konstellation zwischen GMD und Intendant wie es ideal ist?
00:27:00: Absolut!
00:27:01: Aber das wirst du gerade.
00:27:01: die zwei Vorwürfe beschrieben sind beide richtig.
00:27:04: also Die Dirigenten waren früher ein Haus und haben sich dort dem gewidmet.
00:27:09: Heute haben sie vier Orchester und dirigieren hundert Vorstellungen im Jahr.
00:27:13: Das habe ich noch nie verstanden, ich verstehe auch oder finde den... ... den Touristen geben, die nicht besonders sinnvoll.
00:27:20: Also ich mache jetzt Warscha und das ist mein Haupt, meine Haupt... Ich mach natürlich Konzerte woanders und komponiere auch dazu.
00:27:25: Ich habe sehr so Teile.
00:27:27: das aber meine, ich würde mich erst mal diese Aufgabe und es ist auch wichtig dass ich meine dann die möglichen, also der Dirigentin denkt, dass sie die Möglichkeit haben überall zu dirigieren is mir ein Rätsel.
00:27:38: Gleichzeitig stimmt's natürlich, dass man oft mit Menschen in dieser Branche zu tun hat mehr und mehr wenn ich so frech sagen darf, die von dem Mathieu wenig Ahnung haben.
00:27:47: und es geht nicht um was ist das Wichtige Musik oder Regie.
00:27:50: Ich finde diese Diskussion total dumm!
00:27:52: Es geht am Ende um Qualität.
00:27:56: Die Auseinandersetzung muss auf einem viel höheren Level stattfinden.
00:27:59: Ich finde, also dieses Diskussion über ist die Musik wichtiger in dem dann Sänger vorne stehen dürfen damit man sie besser hört oder man das mit den Noten so spielt wie vor zweihundert Jahren oder nicht?
00:28:09: Das ist alles wahnsinnig dilettantisch!
00:28:11: Letztendlich geht es immer um den Sinn des Werkes, den wir aufführen wollen und ich würde mir einfach wünschen sowie bei Intendanten wie auch bei Dirigenten dass das Ziel der Diskussion nicht ein Ausfechten von Egos und von Machtpositionen wird sondern Wie machen wir dieses Stück auf eine Art und Weise, die absolut ... heute ist und stattfinden
00:28:32: muss
00:28:32: für das Publikum.
00:28:33: Und ich glaube, dass ist das, womit ich so viel Glück habe weil in meiner Diskussion mit Boris Kudlitschka im Warschau geht es wirklich nur darum wie machen wir also sorry wenn ich so sage einfach richtig geiles Musiktheater?
00:28:44: Wir werden uns das angucken.
00:28:45: übrigens was im Hintergrund quetscht ist mein Kühlschrank.
00:28:47: liebe Leute nicht dass ihr euch wundert dass hier irgendwas quälen oder sowas.
00:28:50: das ist der ganz normale Kühl schrankgeist die wir haben.
00:28:52: letzte frage bitte an den Liverpool Fan Joel Gamzou wer wird Weltmeister?
00:28:58: Oder interessiert dich das überhaupt
00:29:00: nicht?
00:29:00: Na ja, das Problem ist ich bin seit dreißig Jahren England-Fan und es ist natürlich eine ziemlich undankbare Aufgabe.
00:29:06: Jedes Mal hoffen wir jedes mal sind wir enttäuscht.
00:29:09: Ich glaube es wird diesmal genau so sein.
00:29:11: Wir werden's sehen Und wir trösten unseren Warschau gehen in die Oper.
00:29:15: Vielen herzlichen Dank
00:29:17: Auch wenn wir heute
00:29:17: mal Nüchtern gesprochen haben.
00:29:19: Es war hoffentlich erträglich für euch da draußen.
00:29:21: Danke Joel.
00:29:25: Das war ja der Podcast von Backstage Classical.
00:29:28: Für tägliche News aus der Welt der klassischen Musik schaut doch einfach bei uns vorbei auf www.backstageclassical.com und wenn ihr kommentare Anregungen, Ideen oder auch Beschwerden habt dann schreibt uns doch einfach unter redaktion at backstageclassical .com.
00:29:45: Wir lesen das natürlich sehr genau und werden das auch in unsere Arbeits einbeziehen.
00:29:51: Wenn ihr Lust habt und mehr hören wollt, dann abonniert diesen Podcast.
00:29:55: Denn dann hören wir uns schon bald wieder!
00:29:58: Ich freue mich drauf – macht gut, haltet die Ohren steif!
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