Guten Morgen, Opera Bert!
Shownotes
Es sind ungewohnte Bilder: Ein junger Mann joggt durch Berlin, stemmt Gewichte oder steht im Bad – und spricht dabei mit ansteckender Begeisterung über Opern von Mozart, Puccini oder Bellini. Bert Heldt, bekannt als „Opera Bert“, erreicht auf TikTok und Instagram ein Publikum, das mit klassischer Musik oft wenig Berührung hat. Innerhalb kurzer Zeit ist er zu einer der auffälligsten Stimmen einer neuen, digitalen Opernvermittlung geworden – und stellt damit auch die Frage, wie viel Nähe die Hochkultur heute verträgt. Ein Podcast von BackstageClassical.
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Transkript anzeigen
00:00:02: Guten Morgen!
00:00:04: Die großen Themen der Klassik für den Weg zur Arbeit mit Axel Brüggemann.
00:00:09: Einen wunderschönen guten Morgen.
00:00:10: heute ist Freitag, der vierundzwanzigste April und ich freue mich auf einen Gast auf den ich schon lange gewartet habe.
00:00:18: Heute hat es geklappt, ich hoffe er ist gleich am Telefon sicher ist!
00:00:22: Er hat bereits jetzt die Berichterstattung über klassische Musik grundlegend verändert bzw.
00:00:27: hat seine Berichterstattung angepasst an die neuen Medien, an Instagram und TikTok – und das alles erst vor einem Jahr.
00:00:37: Da hat nämlich Opera Bert Heldt begonnen einen Instagram-Kanal zu eröffnen über die klassische Musik zu sprechen.
00:00:48: Heute, ein Jahr später hat er über sechzigtausend Follower auf Instagram und auf TikTok sowieso auch noch ein paar dazu!
00:00:57: Die Opernhäuser rennen ihm die Bude ein und sagen, Operabert bitte komm'n und besuch uns schwärme auch von unserem Opernhaus.
00:01:05: ja wir wollen uns heute unterhalten über diese neue Form von Opernjournalismus, Fragezeichen.
00:01:12: Opernbegeisterung.
00:01:14: Opernnarrativen – was auch immer!
00:01:17: Ich freue mich jedenfalls, dass du da bist.
00:01:19: Einen wunderschönen guten Morgen lieber Opera Bert.
00:01:22: Guten Morgen.
00:01:23: Freut mich dabei zu sein.
00:01:24: Ja erst mal herzlichen Glückwunsch.
00:01:26: Ein Jahr gibt es dich und Du hast... what?
00:01:28: Ich glaube, sechzigtausend Follower inzwischen… das läuft gut
00:01:31: oder?!
00:01:32: Ja, sechszig in ein Jahr, ein Jahr ohne ein bisschen mehr so drei Wochen Und ich bin richtig happy.
00:01:38: Es läuft super gut, es ist sehr gut angekommen in den letzten Monaten speziell.
00:01:45: und ja wir wachsen und ich habe voll die Energie um weiterzumachen um diese OPA und klassische Musik die Liebe zu verbreiten und neue Leute Interessierten für Europa zu begeistern.
00:02:00: Jeder, der dir folgt, der weiß ziemlich viel über dich!
00:02:02: Der weiß wie du deine Szene putzt, der weißt dass du gerne ins Fitnessstudio gehst, er weiß das du läufst und am liebsten alles mit klassischer Musik machst was aber ganz wenig Leute wissen.
00:02:12: Who the fuck is Opera Bird?
00:02:14: Wo kommst du her, wie bist du zur Oper gekommen?
00:02:17: Woher kommt die große Liebe.
00:02:19: Ich hab gehört... ...die Wurzeln liegen eigentlich in Mexiko glaube ich.
00:02:22: Genau!
00:02:23: Ja das ist...ich komme ursprünglich aus Mexiko.
00:02:26: Mein Vater ist Deutscher und meine Mutter ist Mexikanerin.
00:02:28: Ich bin in Mexico geboren und aufgewachsen in Mexikostadt Und ich habe achtzehn Jahre dort gelebt.
00:02:36: Dann habe ich Abitur in Spanien gemacht In Südspanien, Andalusien, Malaga dann nach Deutschland gekommen zum Studium Und da fängt ein bisschen so die Opera-Bertgeschichte, als ich nach Deutschland kam.
00:02:47: Mein Vater hat uns immer in Mexiko zur Konzerte genommen... Ich erinnere mich!
00:02:53: Ich habe in Bejasartes Rolando Villazón schon live gesehen und hatte auch Placido Domingo live gesehen.
00:03:02: Pratik große Mexikaner, ja.
00:03:03: Genau!
00:03:04: Aber wenn man klein ist und wenn man jung ist sagen deine Eltern okay wir gehen in die Opa Und dann ist so oh wirklich wann muss denn die OPA geht?
00:03:13: Man ist nicht so begeistert wie heutzutage dass ich bin.
00:03:16: damals Ich war nicht so begeistert Ja.
00:03:18: und dann kam ich im Jahr zweitausend zwanzig nach Deutschland Nach Düsseldorf Und als Zufall ich wohnte vor der Opa am Rhein In Düsseldoch.
00:03:28: Das war ein kompletter Zufallen.
00:03:31: Okay.
00:03:31: Ich komme nach Düsseldorf, ich konnte niemanden... ...ich musste eine Sprachprüfung machen um in Deutschland zu studieren weil ich hatte ein spanisches Abi und ich musste diese Sprachprüffung machen.
00:03:42: und da habe ich entschieden, ich mache das in Düsseldov.
00:03:44: Weil ich musste ganz und vorn lernen wie man schreibt, wie man Deutsch irgendwie so versteht, weil mein Deutsch war überhaupt nicht gut!
00:03:50: Ich hab das mal ein bisschen gehört aber er ist wirklich so deutsch gesprochen vor seit Jahren.
00:03:55: Aber warum
00:03:55: DüsselDorf?
00:03:56: Also du wenn ich dich.. ich habe dich ja ein bisschen gestalkt außerhalb deines Oper- Und wenn man bei ... Wie heißt das noch mal, wo die ganzen Business-Leute sind?
00:04:03: Linken.
00:04:04: Linken guckt!
00:04:05: Dann hast du irgendwas mit Steuern und keine Ahnung, eine komplett andere Welt als Opernwelt
00:04:11: oder?!
00:04:11: Ja,
00:04:12: da komme ich noch dazu.
00:04:15: Dann Düsseldorf, weil mein Vater Düsseldocher ist.
00:04:19: Und ich fand immer so eine schöne Stadt und viel zu beten.
00:04:24: Ich habe mich sehr wohl gefühlt und dann habe ich gesagt, ich mache dieses Jahr dieses Deutschjahr, lass mal so sagen, Deutsch lernen in DüsselDorf.
00:04:31: Ich hatte einen Tag nichts zu tun und ich dachte mir, oh!
00:04:35: Ich hab die Opa vor mich.
00:04:37: Ich habe Interesse, da zu gehen.
00:04:39: Ohne Mama und Papa und ohne gezwungen zu sein?
00:04:41: Ganz freiwillig!
00:04:43: Ich war nur neugierig.
00:04:44: Und mein erster Stück war Don Giovanni an der Oper im Rhein.
00:04:51: Und ich war so begeistert danach, dass ich nächste Woche wieder alleine hingegangen bin.
00:04:57: Dann war das Tosca.
00:04:59: Und die nächste Woche wieder, Lassonambola Bellini.
00:05:01: Da
00:05:02: hattest du aber Glück mit dem Programm muss man sagen ja?
00:05:04: Ja
00:05:05: und die Produktion war dann auch ganz gut und alles.
00:05:08: und ich war so begeistert, aber ich habe mich auch ein bisschen damit beschäftigt.
00:05:13: Ich hab es so ein bisschen gelesen, ich hab mich ein bisschen interessiert und langsam Aber jetzt nicht besonders.
00:05:18: Weißt Du, ich habe nicht die ganze Geschichte gelegen und ich fand das großartig Nach diesem Jahr in Düsseldorf.
00:05:24: Jetzt komme ich sowas wo ich angefangen habe Frankfurt gelebt, ich habe dort ein Jahr Wirtschaftswissenschaften studiert.
00:05:32: Ah das war es genau!
00:05:33: Genau
00:05:33: Ich weiß nicht warum ich im Kopf hatte dass ich in der Finanzbranche arbeiten möchte?
00:05:39: Ich wusste es überhaupt nicht warum aber... Ich wollte das damals machen und ich war so begeistert auch davon, dass sich in Westmenbanker oder Unternehmensberater werden wollten.
00:05:50: Du hast dich an der Frankfurter Börse mit kaufen, verkaufen und sowas gesehen?
00:05:53: Genau!
00:05:54: Und dieses ganze... Schakka-Tschakka,
00:05:56: okay.
00:05:56: Genau, vollkommen das Gegenmodel zu Europa.
00:05:59: Dann bin ich nach... In den Jahr zwanzig bin ich Nach Frankfurt gegangen, an der Goethe Universität, wir haben Wissenschaften studiert und nebenbei habe ich immer als Werkstudent oder Teilzeit oder Praktikum hab in der Finanzbranche gearbeitet.
00:06:14: Erstmal war ich bei Accenture, bei Financial Regulatory Advisory und dann war ich auch immer so unternehmensberatungen.
00:06:22: Ich habe kein LinkedIn Account, ich hab nur den Anfang gesehen.
00:06:24: Den Rest habe ich noch nicht mehr mitgekriegt genau.
00:06:26: Genau!
00:06:28: Aber nach einem Jahr habe ich gemerkt das ist überhaupt nicht für mich.
00:06:31: was die ursprünglich studierte studierten wollte war Music Business.
00:06:36: Ich fand immer da die Musikindustrie super, super spannend wie sich das Ganze entwickelt hat und wie dass immer sich in Neuer findet und immer neue Modelle etc.
00:06:49: Und besonders wenn wir das in der Pop-Welt analysieren Das bewegt sich so schnell und so viele neue Künstler kommen, so viele Künstlern entwickeln sich neu.
00:07:00: Und es ist so spannend für das wie sich das Ganze in der Musikwelt bewegt.
00:07:04: Manche schaffen es in der Pop-Welt aus sich immer wieder neu zu erfinden und wirklich Legenden zu werden und wirklich wahre Klassiker zu werden?
00:07:11: Genau!
00:07:13: Ich habe dann so gemerkt, nee das Finanzen ist nicht meins.
00:07:16: Wirtschaft auch jetzt als Studium-Studien war auch nicht so meins und deswegen habe ich entschieden von einem Tag nach dem anderen nach Berlin zu ziehen.
00:07:24: Aber in Frankfurt hat es ja auch eine gute Oper, da hast du wahrscheinlich auch einiges gesehen oder?
00:07:27: Da war ich auch sehr viel
00:07:29: an der Oper.
00:07:30: Dieses
00:07:30: Jahr haben wir in einer Kooperation gemacht mit der Frankfurter Oper und das war eigentlich auch sehr speziell.
00:07:37: Opa Frankfurt liegt wirklich so am Herzen, weil es ist so ein Opernhaus, die ich sehr oft besucht habe.
00:07:43: Auch alleine mit Freunden.
00:07:44: Ich hab viele Freunde, Studiumfreunde in die Opa mitgebracht und ich sage hey wir müssen in den Opa!
00:07:48: Und alle waren dann so begeistert.
00:07:50: wenn sie aber viele Leute finden diesen Einglitzpunkt nicht.
00:07:54: Und ich war immer der Mensch, der gesagt hat ey lass mal in die opa, las mal in alte Opas beim Konzert gehen und die waren alle so begeistet.
00:08:01: Das
00:08:01: heißt du hast die ganzen Banker aus Frankfurt schon hinter dir gehabt?
00:08:04: Die hast ihr schon alle in die opera oder in die alte Opa gelo-.
00:08:06: und dann hast du gesagt, das reicht jetzt gehe ich mal nach Berlin.
00:08:09: So war das!
00:08:11: Und dann bin ich nach Berlin gekommen und hier hatte ich die Überraschung.
00:08:16: wir haben drei Operneuser hier in Berlin und ich war komplett begeistert von ersten Moment.
00:08:21: Ich bin fast jeden Tag in die Oper gegangen und noch dazu Philharmonie und Konzerthausen.
00:08:26: Und dann in Berlin hat man dieser Klassik-Card, wo man als Student unter dreißig Jahre sehr günstig in die Oper und Kulturveranstaltungen besuchen kann.
00:08:36: Wird oft diskutiert ab das was bringt.
00:08:38: aber wir lernen von dir hat etwas gebracht?
00:08:41: Die Klassikkart.
00:08:42: Es hat es komplett, hundert Prozent!
00:08:46: Ich kenne viele Leute, die auch wegen der Klassikat oft Kulturveranstalung besuchen können und diese Möglichkeit gibt auch junge Leute für gute Preise oder preislich dieser Studenten, oder junge Leute sich leisten können.
00:08:59: Ja so ich bin in Berlin gekommen und war super begeistert.
00:09:02: Ich habe immer noch in der Unternehmensberatung nebenbei gearbeitet aber ich war schon im Kopf.
00:09:08: Ich möchte was Richtung Musik machen, Richtung Medien machen und in einem Tag habe ich gedacht es gibt niemanden wirklich der irgendwie ein bisschen anders so Opa und klassische Musik beibringt.
00:09:27: Und nicht so in eine Art, über Musik zu sprechen oder irgendwie sehr journalistisch unterwegs zu sein oder Kritiker oder für die
00:09:36: Geschichte.
00:09:37: Und
00:09:37: bis jetzt ist noch mein Motto Musik sind Momente.
00:09:41: Musik sind Erinnerungen, Musik sind Erfahrungen.
00:09:45: Musik ist unser Alltag!
00:09:49: alles verbinden.
00:09:50: Und sehr viel Musik aus der klassischen Welt, also der operne Repertoire auf.
00:09:54: der klassische Musikrepert-Konzertreptor finden wir in Filmen und in Dukos und überall.
00:10:01: Und das möchte ich beizubringen.
00:10:03: Es muss Spaß machen und es muss einfach relatable sein.
00:10:06: Es ist einfach, dass wir Musik um klassische Musik haben.
00:10:09: Wir haben das im Alltag.
00:10:11: Aber war da schon der Wirtschaftsmensch Bert Heldt?
00:10:14: Der gesagt hat okay, ich mache jetzt das jetzt auf Instagram und plane das genau und will dann irgendwann dahin, hat ein Ziel oder einen Wirtschaftsplan.
00:10:22: Und ich weiß nicht was?
00:10:23: Oder war da einfach der Bird, der gesagt hat, hey!
00:10:25: Ich habe die Leute in Frankfurt, die Banker in die Oper geschleppt – das schaffe ich doch auf Instagram auch – und ich mache jetzt über Nacht mal so'n Account
00:10:32: auf.".
00:10:32: Wie war das eher so spontan?
00:10:34: Das war über Nacht eine Idee.
00:10:37: Ich hatte das überhaupt mit den wirtschaftlichen Faktoren nicht gedacht, ich mache das nur weil da gibt es noch etwas was sich die Leute beibringen kann und etwas wenn sie das angucken Spaß haben können.
00:10:51: Es war einfach so eine Leidenschaft dass niemand so wie ich mir gedacht habe mein Gefühl für Opa und gleiche Musik hatte dass das gemacht hat über Social Media und besonders für diese neue Generationen.
00:11:05: Und alle meine Freunde in Frankfurt, die ich in den Opa oder in Konzerte mitgebracht habe wussten nicht wie man so mit Klasche Musik oder Opa anfängt.
00:11:15: Das gibt irgendwie so mit Videos und witzige Sachen und wizzige Formate dieses Gefühl, das macht so Opa und Klaschenmusik ein bisschen mehr greifbar und ein bisschen lustig.
00:11:30: Wie sagt man das auch, wie kann man das?
00:11:31: Wir
00:11:32: bewähren die wissende, füretonhafte Vorbelastete keine Ahnung.
00:11:36: Aber ich glaube, dass ist ja auch was den Anfang von Opera Bird ausgemacht hat und diese Unmittelbarkeit, auch diese Glaubwürdigkeit.
00:11:43: Da isst jemand und der brennt einfach für Opa!
00:11:48: Der ganze Typ ist einfach nur voller Leidenschaft.
00:11:51: Und wenn er übers Ziel hinaus springt... umso besser, der springt sozusagen aus dem Instagram, aus dem TikTok daraus.
00:11:58: Weil er ist so voll, der explodiert fast.
00:12:01: Aber on the long run hast du dann ja wahrscheinlich auch gemerkt hey du bist ja auch ein Medium.
00:12:06: plötzlich kam da die ersten tausend, die ersten fünftausend und die ersten zehntausende Leute, die dir folgen?
00:12:11: Ist das etwas wo du gemerkt hast?
00:12:13: ach guck mal.
00:12:14: also jetzt für uns als Lehre.
00:12:16: ich glaube nicht dass Wir als Backstage oder ich als Journalist, das kopieren könnte und will ja auch gar nicht was du machst.
00:12:22: Aber als Ergänzung zu dem, was es schon gibt hast Du gemerkt dass Du selbst ein Medium wirst?
00:12:28: Man merkt wie das Account und ich also auch so Mediumpersönlichkeit mehr Aufmerksamkeit gewinne.
00:12:36: Und es gehört dazu nach dann zu denken Es kommt gut an und die Leute feiern das und es fängt auch mit Opernhäuser Institutionen zusammen zu arbeiten, wie kann man das weiterentwickeln?
00:12:49: Da kommt die Frage.
00:12:50: Wie kann man Opera weiterentwicklen und auch diese Liebe für Musik und für Klasse und für Opern zu verbreiten und neue Formate, neue Projekte, neuen Ideen entwickeln?
00:13:05: Wahrscheinlich
00:13:05: der Erfolg liegt darin dass du wirklich einen Opern... Geisterter Mensch bist.
00:13:10: Was man zu Oper oder zu Klassik oder zur Kunstrezeption gehört ja auch immer, dass man manchmal auch sauer ist.
00:13:15: Dass man in die Oper geht und dann sieht man Rigoletto Boah, das hat mich so aufgeregt.
00:13:22: Das fand ich so beknackt!
00:13:25: Das lieben wir besonders... Das kommt bei dir gar nicht vor.
00:13:29: Bist du eigentlich immer glücklich wenn du in die Oper und ins Concert gehst oder sagst du manchmal auch, dass es blöd ist?
00:13:35: Aber darüber möchte ich dich gar nicht gerne reden.
00:13:36: Bei
00:13:37: mir geht's mehr um die Erfahrung um sagen, das macht Spaß in die Oper zu gehen.
00:13:44: Die Erfahrungen rumherum auch mit Freunden zu gehen oder alleine zu gehen, oder die Musik einfach selbst, die Erfahrung und die Experienz rum herum.
00:13:55: Und ich möchte auch kein Kritiker sein, weil ich möchte diese positive Seite... zeigen und nicht sagen, was gut ist.
00:14:07: Generell, es ist einfach eine schöne Zeit, was ich dort
00:14:10: habe.".
00:14:11: Ich verstehe das auch!
00:14:12: Das ist ja wirklich das Geschäftsmodell... Wie nimmst du das denn wahr?
00:14:15: Also ich hab vor Kurzem mit einem Marketingleiter eines großen deutschen Opernhauses bei dem du auch hin- und wieder schon mal warst geredet und er hat gesagt, dass es so lustig wäre wenn man Opera Bird einlädt die eine Hälfte sagt hey cool, was ihr da macht.
00:14:28: und dann gibt's aber das etablierte für Thornton das sagt wie könnt ihr den nur ein... der hat ja keine Ahnung, der tanzt da ja nur rum.
00:14:36: Also kriegst du das auch mit, dass du bei ganz vielen Journalisten umstritten bist?
00:14:42: Ich kriege das überhaupt nicht hin!
00:14:45: Sehr gut für dich, sehr gut für Dich!
00:14:47: Ich krieg das überhaupt nich hin.
00:14:49: aber es ist ich glaube wenn man auf Social Media und auf den Medien eine Präsentat wird auch passieren Gut finden, manche Leute es nicht gut finden.
00:15:00: Manche Leute lieben Taylor Swift und manche Menschen mögen Taylor Swift überhaupt nicht.
00:15:05: Und deswegen ist es eine Frage von Geschmack her und jeder kann entscheiden ob die das mag oder nicht, ob sie das verfolgen möchten oder nicht.
00:15:16: Absolut ich finde das ja auch.
00:15:18: also ich finde nochmal wir denken vielleicht in dieser ganzen Kultur immer zu sehr in Kategorien.
00:15:23: Also auch wir Journalisten, wir denken wie müssen Kritiker sein?
00:15:26: Wir bei Backstage Classical die großen investigativen Stücke machen, aber es ist natürlich genauso legitim einfach nur begeistert zu sein.
00:15:34: Das ist ja auch eine Form des Ausdruckes und das kann wahrscheinlich auch wirklich nebeneinander stehen oder?
00:15:38: Genau!
00:15:39: Aber gab es Abende an der Oper wo du dich auch mal geärgert hast?
00:15:45: So geärgart glaube ich nicht.
00:15:47: Es gibt immer so glaube ich Produktionen und Sachen die man besser findet als andere.
00:15:55: Aber jetzt geärgard und dass sich...
00:15:59: Das ist für mich zum Beispiel echt auch was Schönes an Kultur, dass ich mich streiten kann.
00:16:04: Dass ich manchmal eine Inszenierung sehe, wo ich sage, da bin ich vollkommen anderer Meinung als die Regisseurin der Regisseure und ich kann mich sozusagen auseinandersetzen und auch reiben an dieser Kunst.
00:16:15: Das ist lustig!
00:16:18: als etwas Positives begreifst,
00:16:20: ja?
00:16:21: Ja.
00:16:21: Wir haben so Produktion.
00:16:22: oder wir finden manchmal Produzionen super gut oder man sagt okay das war jetzt nicht so hundert Prozent Mainz mein Geschmack weil jeder hat auch ein anderes Geschmacks.
00:16:35: Das muss man auch sagen.
00:16:36: du musst jetzt nicht mit dem Regisseur oder mit der Produktion Hundert Prozent stimmen.
00:16:40: Es kann ja toll sein wenn man es nicht tut.
00:16:42: Genau, aber das macht das Ganze.
00:16:46: Das macht das ganze.
00:16:47: und ich sage immer so Musik-Kunst liebt von Kontrast.
00:16:51: Man braucht auch Kontrast, man braucht auf Sachen die anders sind um diese ganze Szene und Kunstszenen größer zu machen und die Horizonten der Kunst
00:17:02: zu erweitern.
00:17:05: Ich habe noch mal eine Frage weil wir haben ja auch einen Classic Medium mit Backstage Classical und der Ansatz ist vielleicht ein bisschen anders wollen natürlich gerne unabhängig sein und wir wollen auch den Betrieb kritisch beobachten.
00:17:17: Und ich sehe immer so ein Zwiespalt, auf der einen Seite kann natürlich so ein journalistisches Produkt wie Backstage Classical nur funktionieren weil natürlich auch Opernhäuser werben bei uns, weil die Verbindung ist natürlich immer da.
00:17:30: Wir kennen halt auch viele.
00:17:31: Wir sind mit einigen Leuten befreundet usw.
00:17:33: und versuchen es transparent zu machen und klarzumachen.
00:17:37: Damit hast du ja nicht so große Schwierigkeiten.
00:17:39: Du kannst dadurch, dass du begeistert bist und dass du diese Haltung hast, verstehst du dich da eher als Kooperationspartner von Institutionen?
00:17:47: Ja auf jeden Fall!
00:17:49: Ich bin ein Partner der Kultur und ich möchte auch die Leute zeigen die Erfahrung rum herum und auch den Leuten in der Industrie arbeiten, die singerte Künstler und die Leute in den Institutionen arbeiten, dass einfach so ein Erlebnis rum ist.
00:18:08: Die Leute geben zu so viel Mühe und es wird so viel gemacht um diese Experience die Leute zu geben.
00:18:18: generell
00:18:19: Wie funktioniert denn das?
00:18:20: Weil du eben schon gesagt hast, ja irgendwann ist dann auch mal ein Geschäftsmodell.
00:18:23: Also man sieht das jetzt warst du irgendwo und kommt da unter Ad.
00:18:26: Da wirst du wahrscheinlich eingeladen und bekommst genauso wie bei uns wenn wir bei uns wirbt Geld dafür.
00:18:31: aber du nimmst dir auch noch immer diese Freiräume irgendwo hinzugehen wo dich etwas von dir aus begeistert.
00:18:36: oder also ist Opera Bird eine Seite wo wo du trennst zwischen ich werde eingelaten und ey.
00:18:41: da will ich jetzt unbedingt selber hin
00:18:43: genau auf jeden Fall sehr viel unterwegs und gucke mir Sachen, die ich beruflich sehr viel Lust habe.
00:18:53: Und auch manchmal reise ich um so mal die Interviews mit dem Künstler zu machen und dann gucke ich mir auch die Vorstellung es ist eine private Sache und auch wenn ich Kooperation mache aber generell Ich hab immer Freude daran neue Orte, neue Opernhäusern, neue Städte, neuen Länder zu besuchen und die Opernhäuser oder Konzertshalle zu besuchen.
00:19:15: Wenn jetzt der alte Bert Heldt aus Frankfurt, der wirtschaftsstudiert hat auf den Opera-Bird schaut mit was für Augen guckten, der darauf kann man auch über Musik und Überoper und über Klassik berichten?
00:19:28: Und ist das auch ein Geschäftsmodell?
00:19:30: Weil wir sehen dass hier in der Vergangenheit viele klassische Zeitschriften Zeitungen mussten zumachen weil sie kein Geld mehr damit verdienen konnten.
00:19:36: Ist es für dich auch ein Business geworden inzwischen?
00:19:40: Influencer-Marketing, es gibt Kooperation.
00:19:44: Es fängt an bei mir so Kooperation mit Opernhäuser und Institutionen entfängt langsam an.
00:19:51: Und ja ist auf jeden Fall ein Geschäftmodell.
00:19:55: aber man muss auch mit den Institution oder mit den Opernhäusern eine gute Verbindung haben.
00:20:02: infern dass man nicht nur um Geld zu machen in Kooperation eingeht.
00:20:09: Das muss passen für beide Brands.
00:20:13: Für den Opernhäuser und meinen Kanal, weil ich habe auch eine Audience und die haben auch eine audience.
00:20:18: Absolut!
00:20:19: Gibt es da schon... Also das erleben wir ja als Journalisten, dass gerade die Opern-Fans oft sehr emotional sind, auch als Leserin und Leser?
00:20:29: Hast du das manchmal auch, dass Leute richtig sauer sind, weil du was schreibst oder gibt es hauptsächlich Lob?
00:20:34: also wenn du sagst Es muss irgendwie stimmen.
00:20:36: Sagen die auch manchmal, hey Bert jetzt hast du irgendwas gepostet?
00:20:40: Da bist du nicht mehr glaubhaft!
00:20:41: Da bist Du nicht mehr bei dir.
00:20:42: das wollen wir anders?
00:20:43: Nein, ich habe das noch nie
00:20:45: erwähnt.
00:20:47: Ich weiß nicht ob alle aber bis jetzt so viele negative Kommentare habe ich noch nicht bekommen.
00:20:55: Super.
00:20:57: Was kann denn die Klassik von Influencern, wie du sagst, lernen?
00:21:00: Also für uns sind das ja immer... also Influencer versteht man lange hat man darunter verstanden Mädchen, die sich die Fingernägel lackiert haben und dabei erklärt haben, wie sie das so machen.
00:21:09: Das funktioniert ja in der Kultur so nicht!
00:21:12: Was macht ein Influenser für die Klasik aus?
00:21:17: Die Leidenschaft mit Sicherheit?
00:21:19: Ja es
00:21:22: Die Freude daran, Leute da hinzubringen diesen ersten Punkt zu schaffen vielleicht tatsächlich.
00:21:26: Ja ich glaube so einfach zeigen das klassische Musik und Opa auch am meisten wird von einer älteren Generation besucht dass auch relevant ist für junge Generation und die junge Leute auch Teil davon sind dass es nicht nur eine Altersgruppe ist oder für Leute mit sehr viel Geld sehr elitistisch ist.
00:21:50: einfach, dass das auch für junge Leute ist und junge Leute können daran Spaß haben.
00:21:55: Und das auch relevant ist ja uns für die jüge Generationen.
00:22:01: Weil die jungen Generationen sind auch sehr viel auf Social Media heutzutage.
00:22:05: Jetzt gibt es ein Jahr Opera Bird.
00:22:07: Wir haben schon gesagt, über sechzigtausend Follower die du hast.
00:22:10: Gibt es Pläne?
00:22:11: Gibtes Visionen?
00:22:12: G gibt es Ziele die Du hast oder sagst du ach ich guck einfach mal was kommt.
00:22:16: Ich
00:22:16: möchte auf jeden Fall mit Opera Bird wachsen weil ich habe gerade sehr viel Energie um zu wachsen und so weiterzumachen weil das macht wahnsinnig Spaß.
00:22:28: Man sieht, dass das auch gut ankommt und ich habe auf jeden Fall Projekte.
00:22:35: Ich kann noch nicht so viel reden davon weil es kommt in den nächsten Monaten dieses Jahr ein paar große Highlights.
00:22:46: Und dadurch hier nichts Spoilers von dem großen was nachkommt bleibt euch allen da draußen nichts anderes übrig als Opera Bird zu folgen und zu gucken, was denn da kommt.
00:22:54: Das könnt ihr machen auf Instagram, das könnt ihr machten auf TikTok und folgen dir und freuen uns an deiner Freude über die Oper.
00:23:00: Vielen Dank!
00:23:01: Ja, auf jeden Fall.
00:23:03: Folgt mir ja und weil es kommen große Projekte kann ich noch sein.
00:23:07: Jetzt machst du uns aber wirklich neugierig.
00:23:10: Ich werde nichts rauskriegen.
00:23:11: Aber du meinst große Projekte im Sinne von Tolle Opernaufführung oder weil du vielleicht sogar das Medium wechselst und irgendwo anders auch noch sein wirst außer im Internet?
00:23:21: Weiß ich doch nicht.
00:23:25: Also, we stay tuned!
00:23:26: Wir folgen dir und werden alles erfahren.
00:23:28: tape and
00:23:29: get out.
00:23:30: Lieber Bert, vielen, vielen herzlichen Dank für dieses Gespräch und bereite uns weiter so gute Laune.
00:23:35: Sehr gerne.
00:23:35: es hat mich gefreut dabei zu sein.
00:23:40: Das war er der Podcast von Backstage Classical.
00:23:43: Für tägliche News aus der Welt der klassischen Musik schaut doch einfach bei uns vorbei auf www.backstageclassical.com und wenn ihr Kommentare, Anregungen, Ideen oder auch Beschwerden habt dann schreibt uns doch einfach unter redaktion at backstageclassical .com.
00:24:00: Wir lesen das natürlich sehr genau und werden das auch in unsere Arbeits einbeziehen.
00:24:06: Wenn ihr Lust habt und mehr hören wollt, dann abonniert diesen Podcast.
00:24:10: Denn dann hören wir uns schon bald wieder!
00:24:13: Ich freue mich drauf, macht gut, haltet die Ohren steif.
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